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Parodontologie

Die Parodontologie beschreibt die Lehre vom Parodont. Unter diesem Begriff verstehen wir den kompletten Zahnhalteapparat, d.h. Zahnfleisch, Zahnhaltefasern (Sharpeysche Fasern), Wurzelzement und Kieferknochen. Der Zustand des Parodonts bestimmt die Lebenserwartung eines Zahnes maßgeblich. Ab dem 35-40. Lebensjahr verliert der Mitteleuropäer mehr Zähne durch die Erkrankung des Parodonts als durch Karies.

Früherkennung extrem wichtig

Die Funktion des Zahnfleisches ist vergleichbar mit der abdichtenden Funktion einer Silikonfuge. Ist diese undicht oder beschädigt, entstehen durch diese Undichtigkeiten unbemerkte Schäden in der Tiefe, deren Auswirkungen verheerend sein können. Aus diesem Grunde legen wir in der Praxis Dr. Nienaber & Partner großen Wert auf die Früherkennung der Parodontose bzw. Parodontitis (entzündliche Form der Parodontose), um rechtzeitig gegensteuern zu können. Hierzu bedienen wir uns verschiedener Methoden wie PSI (Parodontaler Screening Index) und SBI (Sulcus Blutungs Indes), die routinemäßig in regelmäßigen Abständen erhoben werden.

Verschiedene Therapieformen

Aus der Veränderung dieser Werte lassen sich gegebenenfalls unterschiedliche Therapieformen ableiten. Diese werden grob unterschieden in prophylaktische, konservative und chirurgische Verfahren.

Mitunter reicht die Verbesserung und Optimierung der Zahnpflege, enger getaktete Zahnstein- und Belagentfernungen bzw. professionelle Zahnreinigungen (PZR), um das Parodont in einen langfristig stabilen Zustand zu versetzen. Reicht das nicht, wird zuerst eine konservative Behandlung eingeleitet, die durch eine sorgfältige Cürretage des Zahnfleischsulcus (Anlagerungsbereich des Zahnfleisches an den Zahn) und der Glättung der Wurzeloberfläche definiert ist. Diese Behandlung reicht in der Regel bis zu einer Sulcustiefe von 5-6 mm. Die normale physiologische Tiefe beträgt ca. 1-2,5 mm.

Darüber hinaus wird unter Umständen eine chirurgische Therapie notwendig. Hierbei wird das Zahnfleisch aufgeklappt und unter Sicht die Tiefe der Taschen von Ablagerungen und entzündlichem Gewebe gereinigt. Das Zahnfleisch wird anschließend wieder vernäht bzw. neu verlegt, um den darunter befindlichen Kieferknochen auf Dauer zu schützen und zumindest einer fortschreitenden Zerstörung vorzubeugen, bzw. eine Regeneration des Kieferknochens zu ermöglichen. Hierbei kommen gegebenenfalls noch Knochenersatzmaterialien, operative Zahnfleischlappentechniken (Verschiebelappen, Spaltlappen, Rolllappen usw.) oder Transplantate zur Anwendung.

Ziel: Fester Zahnfleischsaum

Therapieziel sollte immer ein fester, unverschieblicher Zahnfleischsaum (Marginalsaum) sein, der bei entsprechender Pflege und Umstellung der Mundhygiene dem weiteren Zerstörungsprozess Einhalt gebietet. Dies erfordert immer ein Mehr an Mundpflege!

Weisen der Zahn oder die Zähne allerdings bereits eine wesentliche Lockerung auf, kommt die Zahnfleischbehandlung meist zu spät oder kann nur noch palliativ (begleitend ohne reelle Heilungschancen) sein. Hier sind dann prothetische Maßnahmen (Implantate, Zahnersatz usw.) zu diskutieren, um den noch verbliebenen Kieferknochen zu retten.

Nach der Behandlung ist vor der eigenen Pflege

Ist die wie immer geartete Zahnfleischbehandlung sinnvoll, kann zusammenfassend gesagt werden, dass die Behandlung das Zahnfleischniveau auf ein höheres Level hebt, wobei die Aufgabe des Patienten ist, dieses Niveau zu halten. Somit beginnt die Arbeit für den Patienten nach der Behandlung, ansonsten bringt die Zahnfleischbehandlung nur einen vorübergehenden Erfolg.

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Dr. Ludger Nienaber und Partner Dr. med. dent. Ludger Nienaber
Zahnärztin Johanna Nienaber
Zahnärztin Anna Schönhauser
 
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